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Was Eltern beim ersten Smartphone für Kinder beachten sollten
Tipps für einen sicheren Einstieg ins digitale Leben
In wenigen Wochen beginnt das neue Schuljahr. Spätestens dann stehen viele Eltern vor der Frage: Soll mein Kind ein Smartphone bekommen? Und wenn das Kind schon ein Smartphone hat, kommen neue Fragen: Wie viel Bildschirmzeit ist sinnvoll? Welche Schutzmechanismen brauchen Kinder in sozialen Netzwerken? Und welche Regeln helfen im Alltag? Die Telekom hat einige Tipps für diese Fragen zusammengestellt.

Tipps: Was Eltern beim ersten Smartphone für Kinder beachten sollten (Bild mit KI bearbeitet)
Damit Kinder sicher digital aufwachsen, braucht es zwei Dinge: guten Schutz und echte Medienkompetenz. Kinder sollten lernen, das Internet selbstbestimmt und verantwortungsvoll zu nutzen. Diese Aufgabe müssen Eltern nicht allein stemmen. Auch Politik, Schulen, Plattformen und die Gesellschaft sind in der Pflicht, sichere Räume im Netz zu schaffen. Eltern müssen dafür keine Technik-Experten sein. Viel wichtiger ist es, für die Kinder da zu sein, ihnen Orientierung zu geben und sinnvolle Schutzmaßnahmen gemeinsam einzurichten.
Hier sind sechs Tipps zum sicheren Umgang mit dem ersten Smartphone:
1. Gemeinsam einrichten
Eltern und Kinder sollten das Smartphone gemeinsam einrichten. Über ein Kinderkonto können sie wichtige Einstellungen altersgerecht steuern. Auf dem iPhone hilft Bildschirmzeit, auf Android Google Family Link bei Nutzungszeiten, App-Downloads und Altersfreigaben. Auch Standort- und Kontaktfreigaben sollten gemeinsam geprüft und erklärt werden.
2. Kostenfallen vermeiden
In-App-Käufe sollten deaktiviert und für Käufe eine Passwortabfrage einschaltet werden. Die Mobilfunkanbieter ermöglichen auch eine (kostenlose) Drittanbietersperre. Diese verhindert zusätzlich, dass Abos oder Dienste anderer Anbieter über die Mobilfunkrechnung abgerechnet werden. Prepaid oder eine Zweitkarte im Familienvertrag können die Kosten zusätzlich begrenzen.
3. Klare Regeln vereinbaren
Es wird empfohlen, Regeln zu Zeit, Ort und Umfang der Mediennutzung gemeinsam festzulegen. Dazu zählen zum Beispiel Vereinbarungen wie keine Geräte beim Essen oder digitale Pausen vor dem Schlafengehen. Entscheidend ist nicht nur, wie lange Kinder online sind, sondern auch wann, wo und wofür.
4. Ablenkungen reduzieren
Unnötige Unterbrechungen lassen sich mit bestimmten Funktionen des Smartphones deutlich reduzieren. Dafür lassen sich Benachrichtigungen begrenzen, Fokusprofile für Schule und Nacht einrichten, Autoplay deaktivieren und den Startbildschirm möglichst ruhig halten.
5. Sicher in Chats und sozialen Netzwerken
Ob und welche sozialen Netzwerke für ein Kind geeignet sind, hängt unter anderem von Altersvorgaben, Entwicklungsstand und den Risiken des jeweiligen Angebots ab. Eltern sollten mit Kindern früh besprechen, welche Regeln in Chats und sozialen Netzwerken gelten: keine Bilder anderer ohne Einverständnis teilen, mit eigenen Fotos und persönlichen Informationen vorsichtig umgehen und sich bei unangenehmen Situationen an eine erwachsene Vertrauensperson wenden.
Im Ernstfall gilt: nicht reagieren, blockieren, melden und Hilfe holen. Bei möglicherweise kinder- oder jugendpornografischen Inhalten sollten keine Screenshots angefertigt oder geteilt werden, sondern Polizei oder Beratungsstellen eingeschaltet werden. Besondere Aufmerksamkeit braucht Cybergrooming, der gezielte Aufbau von Online-Kontakten zu Minderjährigen mit sexueller Absicht. Offene Gespräche und Medienkompetenz sind deshalb ebenso wichtig wie technische Schutzfunktionen.
6. KI-Chatbots einordnen
Kinder nutzen KI nicht nur für Hausaufgaben, sondern zunehmend auch als Gesprächspartner. Wichtig ist es den Kindern zu vermitteln, dass KI-Chatbots rein technische Werkzeuge sind und keine echten menschlichen Freunde ersetzen.
Quelle: Mitteilung der Deutsche Telekom